Wohnraum-Beleuchtung: Lichtplanung für jedes Zimmer

Gute Wohnbeleuchtung verbindet Funktion und Atmosphäre. Der Trick: Mehrere Lichtschichten kombinieren — Grundlicht, Funktionslicht und Akzentlicht. So schaffen Sie in jedem Raum die richtige Stimmung, ohne Kompromisse bei der Helligkeit einzugehen.Stand: Februar 2026

Kurzempfehlung nach Raum

  • Wohnzimmer: 2.700K, 100–300 lx, dimmbar
  • Küche: 3.000–4.000K, 300–500 lx, Arbeitsfläche separat
  • Bad: 3.000K, CRI ≥ 90, Spiegel seitlich beleuchten
  • Schlafzimmer: 2.200–2.700K, kein Blaulicht abends
  • → Raumbeleuchtung berechnen

Das 3-Schichten-Prinzip der Wohnbeleuchtung

Professionelle Lichtplaner arbeiten immer mitdrei Beleuchtungsschichten. Dieses Prinzip unterscheidet gute von schlechter Wohnraumbeleuchtung — und ist der häufigste Fehler bei DIY-Lichtplanung: Nur eine Deckenleuchte in der Raummitte.

1. Grundlicht

Aufgabe: Gleichmäßige Raumausleuchtung

Typisch: Deckenleuchte, Einbaustrahler, Deckenfluter

Regel: Sollte alleine 60–80% der benötigten Lux liefern

2. Funktionslicht

Aufgabe: Gezielte Beleuchtung für Tätigkeiten

Typisch: Schreibtischlampe, Leseleuchte, Unterbauspots

Regel: 2–3× heller als Grundlicht am Arbeitsplatz

3. Akzentlicht

Aufgabe: Atmosphäre und visuelle Tiefe

Typisch: LED-Streifen, Wandfluter, Kerzen

Regel: Immer dimmbar, 2.200–2.700K warmweiß

Praxis-Kostenrahmen (Stand 2026)

RaumLeuchtenKosten (LED)Stromkosten/Jahr
Wohnzimmer (20 m²)3–4 Leuchten150–400 €~15 €
Küche (15 m²)3–5 Leuchten100–300 €~20 €
Bad (10 m²)2–3 Leuchten80–250 €~8 €
Schlafzimmer (16 m²)2–3 Leuchten80–200 €~10 €
Ganze Wohnung (80 m²)15–20 Leuchten500–1.500 €~65 €

Stromkosten basierend auf 0,32 €/kWh, 4h tägliche Nutzung, LED-Leuchtmittel. →Exakte Kosten berechnen

Wohnzimmer

Lux

100–300 lx

Kelvin

2.700K

Lumen

1.500–3.000 lm (20 m²)

Anleitung

→ Guide

Lichtschichten:

  • Deckenleuchte (Grundlicht)
  • Stehlampe (Akzent)
  • LED-Streifen (Stimmung)
  • Leseleuchte (Funktionslicht)

Praxistipp: Dimmbar planen — Filmeabend vs. Leseabend braucht verschiedene Stimmungen.

Küche

Lux

300–500 lx

Kelvin

3.000–4.000K

Lumen

2.000–4.000 lm (15 m²)

Anleitung

→ Guide

Lichtschichten:

  • Decke (Grundlicht)
  • Unterbauspot (Arbeitsfläche)
  • Pendelleuchte (Esstisch)
  • Schrankbeleuchtung (Akzent)

Praxistipp: Arbeitsfläche und Essbereich getrennt schalten. Arbeitslicht heller (4.000K), Essen wärmer (2.700K).

Schlafzimmer

Lux

100–200 lx

Kelvin

2.200–2.700K

Lumen

1.000–2.000 lm (16 m²)

Anleitung

→ Guide

Lichtschichten:

  • Deckenleuchte (Grundlicht)
  • Nachttischlampe (Leselicht)
  • LED-Streifen (Orientierung)
  • Schrankbeleuchtung

Praxistipp: Abends nur warmweißes Licht (≤ 2.700K) — blaues Licht stört die Melatoninproduktion.

Bad

Lux

300 lx (allg.), 500 lx (Spiegel)

Kelvin

3.000K

Lumen

2.000–3.000 lm (10 m²)

Anleitung

→ Guide

Lichtschichten:

  • Decke (feuchtfest, IP44)
  • Spiegelbeleuchtung (seitlich!)
  • Orientierungslicht (Nacht)
  • Dusche (IP65)

Praxistipp: Spiegelbeleuchtung CRI ≥ 90 für natürliche Hautfarben. Seitliche Beleuchtung statt von oben verme避det Schatten.

Kinderzimmer

Lux

200–300 lx

Kelvin

3.000K

Lumen

1.500–2.500 lm (14 m²)

Anleitung

→ Guide

Lichtschichten:

  • Deckenleuchte (Grundlicht)
  • Schreibtischlampe (4.000K!)
  • Nachtlicht (2.200K, dimmbar)
  • Spielecke (Akzent)

Praxistipp: Schreibtischlampe in 4.000K für Konzentration, Nachtlicht in Extra-Warmweiß.

Flur / Eingang

Lux

100–150 lx

Kelvin

3.000K

Lumen

500–1.000 lm

Anleitung

→ Guide

Lichtschichten:

  • Deckenspot (Grundlicht)
  • Wandleuchte (Akzent)
  • Orientierungslicht (Nacht)

Praxistipp: Bewegungsmelder für automatisches Ein-/Ausschalten. Wechselschaltung am Anfang und Ende.

Alle Werkzeuge & Ressourcen